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Die Tagung brachte Engagierte aus verschiedenen Bereichen zusammen, um Wege zu mehr Bildung, Empathie und bürgerschaftlichem Engagement in einer vielfältigen Gesellschaft aufzuzeigen.
Hizmet in Berlin – Zivilgesellschaft mitgestalten
Die Tagung „Hizmet in Berlin – Zivilgesellschaft mitgestalten“ fand am 14. Oktober im Haus der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in Berlin mit Erfolg statt. Veranstaltet wurde sie von der VGE, der Stiftung Dialog und Bildung sowie dem Forum Dialog. Ziel war es, Akteurinnen und Akteure aus Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Bildung zusammenzubringen, um darüber zu diskutieren, wie bürgerschaftliches Engagement in einer pluralistischen Gesellschaft gefördert und inspiriert werden kann. Erfahrene Referentinnen und Referenten beleuchteten Themen wie soziale Verantwortung, religiöse Bildung und die Bedeutung der Hizmet-Bewegung in Berlin.
Die Veranstaltung gliederte sich in zwei zentrale Panels und wurde von Abdullah Aymaz eröffnet – einem der ersten Schüler und engen Weggefährten von Fethullah Gülen. Aymaz ist bekannt für sein lebenslanges Engagement für Bildung, Dialog und interreligiöse Verständigung. Seine Arbeit als Schriftsteller, Pädagoge und ehemaliger Chefredakteur der türkischen Zeitung Zaman zeugt von seinem starken Einsatz für soziale Verantwortung, interkulturelle Harmonie und gegenseitigen Respekt.
Panel I: Selbstverständnis und soziale Verantwortung
Das erste Panel, moderiert von Rico Grimm, widmete sich den Prinzipien der Hizmet-Bewegung – insbesondere den Themen soziale Verantwortung, bürgerschaftliches Engagement und interreligiöser Dialog – und untersuchte zugleich die Struktur, Wirkung und das Selbstverständnis der Bewegung. Die Referentinnen und Referenten Hanife Tosun, Prof. Dr. Christoph Bultmann, Prof. Dr. Paul Weller und Ercan Karakoyun diskutierten, wie die Kommunikations-, Ethik- und Bildungsphilosophie von Hizmet zur Förderung gesellschaftlicher Harmonie und eines produktiven Dialogs in multikulturellen Kontexten beiträgt.
Zentrale Ideen wie gesellschaftlicher Beitrag, konstruktive Kritik und das Prinzip der gemeinsamen Beratung (istişare) wurden als grundlegende Prinzipien des gelebten Glaubens in Hizmet hervorgehoben. Die Bewegung zeigt, wie religiöse Inspiration zu demokratischer Teilhabe und konstruktivem zivilgesellschaftlichem Engagement führen kann.
Das Panel schloss mit einem Überblick über die organisatorische Struktur der Hizmet-Bewegung in Deutschland. Daran anschließend hielt İrfan Kumru einen Impulsvortrag, in dem er die Vielfalt und Bedeutung der Hizmet-Arbeit in Berlin hervorhob. Sein Beitrag bildete zugleich die Einleitung zum zweiten Panel und betonte die praktische Umsetzung der Hizmet-Prinzipien in der Berliner Zivilgesellschaft.
Panel II: Bildung, Engagement und Hizmet-Institutionen in Berlin
Das zweite Panel, moderiert von Hilal Akdeniz, konzentrierte sich auf die praktische Umsetzung der Hizmet-Prinzipien in der Berliner Zivilgesellschaft – insbesondere in den Bereichen Religion, Kultur, Bildung, Frauen- und Jugendarbeit. Zu den Rednerinnen und Rednern zählten Dieter Schoffmann, Dr. Arhan Kardaş, Özgül Çevik, Bünyamin Baykuş und Sevda Akçuru, die ihre Erfahrungen mit Programmen vorstellten, die werteorientiertes Lernen, akademische Exzellenz und interkulturelles Verständnis miteinander verbinden.
Die Beiträge betonten die zentrale Bedeutung von Bildung als Dienst am Gemeinwohl und als Instrument zur Förderung von Empathie, sozialem Zusammenhalt und interkultureller Verständigung. Besonders hervorgehoben wurden die Stärkung von Frauen und Jugendlichen, die Förderung interreligiöser Begegnungen sowie die Verankerung ethischer Werte im Bildungsprozess als wesentliche Elemente gesellschaftlicher Entwicklung.
Die Diskussion machte deutlich, wie Hizmets Werte von Empathie, Engagement und Dialog in konkrete Initiativen umgesetzt werden, die soziale Inklusion, Verantwortung und zivilgesellschaftliche Teilhabe in Berlin fördern.
Die Konferenz endete mit einer klaren Botschaft: Bürgerschaftliches Engagement, Bildung und Dialog bleiben die tragenden Säulen einer offenen, pluralistischen und solidarischen Gesellschaft. Die Veranstalter kündigten an, den Dialog fortzuführen und weiterhin Räume für Austausch, Begegnung und gegenseitiges Verständnis zu schaffen.





