Statement der VGE e.V. zum Internationalen Tag der Demokratie

Statement der VGE e.V. zum Internationalen Tag der Demokratie - tag der demokratie 2026

Statement der VGE e.V. zum Internationalen Tag der Demokratie

15. September 2026

Am heutigen Internationalen Tag der Demokratie erinnern wir als Verband für Gesellschaftliches Engagement (VGE e.V.) daran, wie kostbar und zugleich wie wichtig  Demokratie ist. Sie ist kein Zustand, den wir einmal erreichen und dann verwalten – sie ist ein fortlaufender Prozess, der von uns allen mitgestaltet, mitgetragen und immer wieder neu mit Leben gefüllt werden muss.

Demokratie lebt von Teilhabe. Sie entfaltet ihre Kraft nicht in der Theorie, sondern dort, wo Menschen sich einbringen: in ihrer Nachbarschaft, in Vereinen und Verbänden, in gesellschaftlichen Debatten – und nicht zuletzt an der Wahlurne. Gerade als Verband, der sich dem bürgerschaftlichen Engagement verpflichtet fühlt, sehen wir es als unsere Aufgabe, dieses Bewusstsein zu stärken und Menschen zu ermutigen, Verantwortung für das Gemeinwesen zu übernehmen.

Diese Aufgabe erscheint uns gerade jetzt besonders dringlich. Wir erleben derzeit im ganzen Land eine zunehmende Polarisierung, in der gesellschaftliche Gräben tiefer werden und der Ton der Auseinandersetzung rauer wird. Umso wichtiger ist es, dem etwas entgegenzusetzen: den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft. Demokratie bedeutet nicht, dass alle einer Meinung sind – im Gegenteil, sie lebt vom Austausch unterschiedlicher Perspektiven. Aber sie braucht eine gemeinsame Basis des Respekts und der Verständigung, ohne die ein friedliches Miteinander nicht gelingen kann. Als Verband setzen wir uns dafür ein, Brücken zu bauen statt Gräben zu vertiefen, und laden alle ein, sich an diesem Zusammenhalt zu beteiligen.

Dass dieser Zusammenhalt kein bloßes Ideal bleibt, sondern gelebte Praxis ist, zeigen zahlreiche Aktivitäten unserer Mitgliedsorganisationen, z.B.: 

  • Die Stiftung für Bildung und Erziehung hat in diesem Jahr gemeinsam mit Partnern wie dem House of One eine Konferenz für Friedenspädagogik ausgerichtet. 
  • ForumDialog e.V. bringt mit seinen interreligiösen Projekten junge Menschen aus katholischen, evangelischen und muslimischen Gemeinden ins Gespräch. 
  • Academia Berlin e.V. eröffnet Kindern und Jugendlichen unabhängig von Herkunft, Glaube oder sozialem Status durch Mentoring bessere Bildungschancen. 
  • Femia e.V. wurde für ihr Projekt „Ein Tisch, tausend Herzen“ mit dem Sonderpreis Nachbarschaft ausgezeichnet, 
  • die Kultur Akademie lädt regelmäßig zu gemeinsamen Frühstücken und Fastenbrechen mit Geflüchteten und Nachbargemeinden ein. 

Solche Begegnungen sind gelebte Demokratie im Kleinen – und ein Beispiel dafür, wie Zusammenhalt praktisch entsteht.

Diese Verantwortung wird in den kommenden Tagen in Berlin ganz konkret: Am 20. September 2026 sind die Berlinerinnen und Berliner aufgerufen, ein neues Abgeordnetenhaus sowie die Bezirksverordnetenversammlungen zu wählen. Diese Wahl entscheidet über die politischen Weichenstellungen unserer Stadt für die kommenden fünf Jahre – über Fragen von Zusammenhalt, Teilhabe und dem gesellschaftlichen Miteinander, die uns als Verband unmittelbar betreffen.

Wahlrecht ist keine Selbstverständlichkeit. Es ist ein Recht, das erkämpft wurde und das an vielen Orten der Welt bis heute nicht gewährt wird. Es wahrzunehmen ist daher nicht nur ein Privileg, sondern auch eine Form gelebter Verantwortung gegenüber unserer Gesellschaft.

Wir rufen daher alle Wahlberechtigten in Berlin dazu auf: Nutzen Sie Ihre Stimme. Gehen Sie am 20. September 2026 zur Wahl und beteiligen Sie sich aktiv an der Gestaltung unserer Stadt.

Irfan Kumru
VGE
Co-Vorstandsvorsitzender

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Academia Berlin

Academia Berlin e.V.

Aktion für Flüchtlingshilfe e.V.

Barex e.V.

Forum Dialog e.V.

Frauenengagement für ein Miteinander e.V.

Kiez der Kulturen e.V.

Kultur Akademie

Spandauer Kultur- und Bildungshaus e.V.

Stiftung für Bildung und Erziehung

Institut für Islamische Information e.V.

Kubik Kultur & Bildungscampus e.V.